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Matthias Schrief, Redakteur und Bild-Journalist in Rheine / Münster [ | MOBIL: 01 71 / 2 66 65 13 | ] |
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| Bezeichnung | CH-53 G (Cargo Helicopter Werksbezeichnung 53 Entwicklungsstufe G) | ||
| Hersteller | Sikorsky Aircraft Co. (United Technologies), Stratford, CT, USA | ||
| Lizenz | VFW Focker Bremen, MBB Speyer | ||
| Hubschrauberart | Einrotoriger, wellenangetriebener Hubschrauber | ||
| Antrieb | 2 Wellenleistungsturbinen General Electric T 64 GE 7 (Lizenz MTU) je 3925 SHP | ||
| Hilfstriebwerk | 110 SHP | ||
| Hauptrotordurchmesser | 22 m | ||
| Rumpflänge | 20,5 m | ||
| Laderaumgröße | 9 x 2,3 x 2 m (L x B x H) | ||
| Grundgewicht | ca. 10700 kg | ||
| Max. Abfluggewicht | ca. 19050 kg | ||
| Tankvolumen | 2 x 1170 Liter, ca. 1,5 Liter nichtausfliegbares Tankvolumen je Tank | ||
| Höchstgeschwindigkeit | 170 kts = 315 km/h | ||
| Reisegeschwindigkeit | 150 kts = 278 km/h | ||
| Max. Seitwärtsgeschwindigkeit | 35 kts = 65 km/h | ||
| Max. Rückwärtsgeschwindigkeit | 30 kts = 56 km/h | ||
| Dienstgipfelhöhe | ca. 6200 m | ||
| Maximale Steigleistung | 11m/s | ||
| Aufgabenbereich und Beschreibung | Als mittlerer Transporthubschrauber des Heeres hat die CH-53G die Aufgaben, unter Sicht- und Instrumentenflugregeln Transporte von: Versorgungsgütern aller Art (Innen- und Außenlasten) Kampftruppen Verwundeten durchzuführen. Sie nimmt am allgemeinen und operativen Flugverkehr teil. Sie ist mit den zellenseitigen Einrichtungen zum Einbau von bis zu 7 Zusatztanks im Laderaum und einer Bergungswinde außen über der Eingangstür versehen. Der Laderaum bietet genügend Platz zum Transport von zwei VW-Bussen oder gar zwei Luftlandepanzern "Wiesel". Mit dem Feuerlöschbehälter "Smokey" als Außenlast können 5000 Liter Löschwasser mitgeführt werden, die aus stehenden und fließenden Gewässern aufgenommen werden können. Die CH-53 ist der größte Transporthubschrauber der westlichen Welt. Der CH-53 G ist bei einer Besatzung von 4 Mann in der Lage, 36 Passagiere zu befördern und hat eine Leermasse von 12.650 kg. Die Besatzung besteht aus 2 Piloten, einen Bordwart und einen Bordmechaniker. In der Bundeswehr sind 2 Heeresfliegerregimenter mit je 36 dieser Hubschrauber ausgerüstet. Ferner sind einige Maschinen in der Heerefliegerwaffenschule in Bückeburg zu Ausbildungszwecken. Die ersten Maschinen wurden 1972 an die Truppe ausgeliefert. | ||
| Schutz | Die Schutzmaßnahme ist in Segmentbauweise aufgebaut, dabei werden die Schnittstellen der Schutzflächen auf die verstärkten Holme der Hubschrauberkonstruktion aufgelegt. Unter Einsatzbedingungen können alle zu installierenden Teile innerhalb kürzester Zeit mit der Bordwerkzeugausstattung eingerüstet werden. Auf eine möglichst geringe Einschränkung aller Rüstzustände wird dabei ebenso geachtet, wie auf den Erhalt des Zugangs zu allen flugsicherheitsrelevanten Bedienelementen. Die Schutzmaßnahme wird auf Grund der Befestigungsart wie eine zusätzliche Last betrachtet. Dazu wird ein Gewichtsverteilungsplan erstellt. | ||
| CH-53 GRH (Großraum-Rettungshubschrauber) | Seit Beginn der 80er Jahre existiert eine ganz besondere Form zivil-militärischer Zusammenarbeit, mit der Möglichkeit des Einsatzes von mittleren Transporthubschraubern des Typs CH 53 G der Heeresflieger bei Unglücksfällen und Katastrophen. Alarmierung über die Rettungsleitstelle RCC (SAR) Münster Besatzung: 2 Hubschrauberführer, 2 Bordmechaniker, 3 - 4 Notärzte,3 - 4 Rettungsassistenten (optional evtl. Feuerwehr o. ä. Einsatzauftrag Primäreinsatz: Verbringen von Personal und Material, Unterstützung des vor Ort tätigen Rettungsdienstes. Weiträumiger Transport von bis zu 12 Patienten in Schwerpunktkliniken Sekundäreinsatz: Transport von vorversorgten Patienten aus Kliniken im Schadensgebiet in Spezialkliniken. | ||
| CH-53 GS | Seit 1990 hat sich die allgemeine politische Lage verändert. In diesem Zusammenhang wurden auch die Aufträge der Heeresfliegertruppe überdacht und neu geordnet. Schnelle zielgerichtete Operationen zur Rettung und Evakuierung deutscher Bundesbürger aus Krisengebieten ist als ein Schwerpunkt neu definiert worden. Solche Operationen erfordern ein hohes Maß an Beweglichkeit mit einer größtmöglichen Transportkapazität. Die CH-53 Flotte war hierfür eingeschränkt nutzbar. Probleme machten die geringe Reichweite, sowie der nicht vorhandene Schutz gegen Geschosse und Raketen. Aus diesem Grund wurde 1997 ein Programm beschlossen, welches vorsah, 20 CH-53 G in eine modifizierte Version CH-53 GS umzubauen. Die Firma Eurocopter in Donauwörth bekam den Auftrag diese Modifizierung vorzunehmen. Wesentliche Bestandteile waren dabei zwei zusätzliche Außentanks zur Reichweitenerhöhung (RWE) anzubauen und mit dem vorhandenen Tanksystem zu verbinden. Diese sogenannten Zusatztanks ermöglichen eine Erhöhung der Reichweite von bisher 400 km auf über 1.200 km ohne Tankstopps, bei eingeschränkter Zuladung. Des Weiteren wurde elektronisches Schutzsystem (EloKa) eingebaut. Dieses System ermöglicht Bedrohungen zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zusätzliche Änderungen wie die Nachttiefflugfähigkeit (NTF) und der Einbau einer leistungsstarken Batterie zur Erhöhung der Flugsicherheit wurden ebenfalls in dem Änderungspaket mit aufgenommen. | ||
| Leistungsdaten CH 53 GS | |||
| Einsatzdauer: | 6:30 Stunden (max. 7 Stunden, aus Wartungsgründen jedoch auf 6:30 reduziert) | ||
| Reichweite | ca. 1400 Kilometer (Bei einer durchschnittlichen Geschwindigleit von 120 Knoten (ca. 215 km/h) ergibt sich eine maximale Reichweite - ohne Berücksichtigung des Windes - von 780 nautischen Meilen. Allerdings ist dann nur noch eine Zuladung von 700 kg möglich.) | ||
| Grundgewicht: | ca. 12000 Kilogramm (ohne Besatzung, Treibstoff, einsatzgebundene Ausrüstung und Beladung). Die GS ist damit ca 1000 kg schwerer als die G-Version. Das maximale Abfluggewicht bleibt mit ca. 19000 Kilogramm bei beiden Versionen gleich. | ||
| Treibstoffmenge: | Haupttanks: 2270 Liter (1822 kg) Außenzusatztanks: 4920 Liter (3950 kg) Gesamt: 7190 Liter (5772 kg) | ||
| Schutzausstattung gegen elektronische Kampfführung (EloKaSa) | Radar-/Laser-Warnanlage Flugkörperwarnanlage Abwurfanlage für Täuschkörper zum Täuschen von Zielverfolgungsradar sowie von IR-Suchköpfen | ||
| Erhöhung der Nachttiefflugfähigkeit (NTF) | Anpassung der Innenbeleuchtung für den Flug mit Nachtsehhilfe / BiVBrille " blendfreie Innenbeleuchtung " an die Cockpitscheibe spiegelbare Warnanzeige für Rad Alt low/high " Suchscheinwerfer wahlweise auf Weißlicht / IR-Licht " höhere Navigationssicherheit durch Satellitennavigation mit GPS Trimble und automatische Positionsanzeige auf digitalem Kartenbild durch DKG 3 | ||
| Notstromanlage (höhere Sicherheit) | "für den Betrieb von Funkgeräten im taktischen FuVerkehr ohne Stromversorgung durch laufendes Hilfstriebwerk "für eine sichere Flugdurchführung (Instrumentenanzeige) von mindestens 30 Miniten bei Stromausfall durch doppelten Generatorausfall. | ||
| Nachrüstung noch im Jahr 2000 | Rettungswinde " HF-Funkgerät zur weltweiten Verbindung mit einer Bodenstelle / Gefechtsstand (GefStd) " Vorichtung zum schnellen Absetzen von Spezialkräften (Fast Roping, z.B. bei Evakuierungs-Operation) " EAPS Triebwerkseinlassluft - Staubasbscheider | ||
| Ballistischer Schutz und Bord MG | Möglichkeit des Schutzes der Besatzung und der Px vor Beschuss mit leichten Infanteriewaffen durch modulare ballistische Schutzausstattung für Cockpit und Laderaum. Möglichkeit zur Einrüstung je eines Bord-MG 7,62 mm auf Lafette vorderes Laderaumfenster links und Einstiegstür vorne rechts. | ||
Matthias SCHRIEF
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